Archive | July, 2011

Spielend Kanban lernen und verstehen mit getKanban

27 Jul

Letzte Woche fand das 3. Treffen der “Limited WIP Society Hamburg” statt und ich war dabei. Diesmal wurde getKanban gespielt. Dies ist ein Brettspiel mit deren Hilfe einem spielend beigebracht wird, wie Kanban in der Praxis funktioniert.

Das Ziel:

Ziel ist es eine Software zu entwickeln, damit das virtuelle Produkt am Ende viele Leute (Subscriber )anzieht. Jede Aufgabe, die durch den Entwicklungsprozess durchgeschoben wird,  bringt einem X Subscriber. Die Gruppe, die nach dem 21ten Entwicklungstag am meisten Subscriber hat, gewinnt das Spiel.

Das Setup:

Es werden Rollen in einer Gruppe von mind. 4 Mitspielern verteilt. Einer spielt den CFO, einer trackt die Cycle Time, ein anderer macht den Projektleiter, ein weiterer plottet das CFD Diagram. Dann gibt es natürlich auch diejenigen, die eigentlich die wirklich Arbeit tun: Designer, Entwickler und Tester. Diese werden in dem Spiel allerdings durch Würfel repräsentiert. Die Indexkarten auf dem Kanban Spielboard sind die zu erledigenden Aufgaben. Das Board weiderum enthält Spalten für ToDo, Design, Entwicklung, Testen und Erledigt. Die WIP Limits sind festgelegt.

Die Regeln:

Designer, Entwickler und Tester werden durch verschiedenfarbige Würfel repräsentiert. Es gilt die Punkte auf jeder Karte abzuarbeiten. Dabei gilt: Bei einem Wurf des Designer-Würfels zählen die Augen doppelt. Wird also mit dem Designer-Würfel eine 5 geworfen, dürfen 10 Punkte der Aufgabe weggestrichen werden. Ein Designer kann allerdings auch mal den Testern oder der Entwicklung helfen und umgekehrt. Arbeitet ein Entwickler also gerade als Tester und würfelt eine 3, so dürfen auch nur 3 Testpunkte für diese Aufgabe durchgestrichen werden. Ansonnsten gelten natürlich die Kanban Regeln zur Einhaltung der WIP Limits.Dazu gibt es noch nach jedem Zug eine Ereigniskarte, die einem die vorher festgelegte Strategie total versauen kann (hat es bei uns mehrfach).


Des Spielende:

Das Spiel endet nach 21 Entwicklungstagen. Man zählt die Subscriber zusammen, die auf den erledigten Aufgabenzetteln stehen und rechnet mit den anderen Gruppen ab.

Mein Fazit:

Es hat richtig Spaß gemacht, nicht zuletzt weil meine Gruppe gewonnen hat. Man ist voll im Spiel und plant Zug für Zug die Entwickler, Designer und Tester für andere Aufgaben ein. Es wird einem schnell klar, dass Bottlenecks in einer bestimmten Disziplin entstehen können und es sinnvoll ist Leute aus anderen Spezialgebieten abzuziehen. Nun murren Würfel nicht rum, wenn diese eigentlich Testerwürfel sind und auf einmal fürs Design geworfen werden. In  der Realität könnte das zu Problemen führen. Das ist aber ein allgemeines Problem bei zu viel Spezialisierung… das Thema kommt ja auch gerade wieder durch die Einführung sog. DevOps ins Rollen.

Ich würde mich nach dieser unterhaltsamen Spielrunde durchaus in die Lage versetzt fühlen und Kanban einmal in einem Entwicklungsteam auszuprobieren, wahrscheinlich aber nur mit professioneller Unterstützung. Echt ne coole Erfahrung! Danke and Arne Rook und Bernd Schiffer für einen unterhaltsamen Abend.

I escaped the browser – Hier ist der deutsche Botschafter

21 Jul

Atlassian möchte mehr mit den lokalen Communities in Kontakt treten. Dazu startet das australische Unternehmen gerade das neue “Ambassador” Programm in Europa. Ich bin stolz darauf, seit Anfang Juli Deutschland als Atlassians Botschafter zu repräsentieren. Ich freue mich darauf der deutschen Entwicklergemeinde unsere coolen Produkte zu präsentieren.

Also, was macht ein deutscher Botschafter?

Ich werde die Aufmerksamkeit auf Atlassian und unserer Produkte erhöhen. Dazu werde ich auf lokalen Veranstaltungen wie Konferenzen und Java User Groups sprechen und an Barcamp und Hackathons teilnhemen.

Momentan habe wir 3 aktive Atlassian User Groups (AUGs) in Hamburg, München und Berlin. Ich werde den AUG-Leitern helfen großartige Events zu veranstalten. Ich möchte gerne herausfinden, wie die Anwender unsere Produkte einsetzen, welche Probleme sie hatten und wie diese gelöst wurden.

In Deutschland gibt es sehr aktive Atlassian Partner, die unsere Produkte verkaufen und den Kunden helfen das volle Potential der Tools auszuschöpfen. Ich werde sie beispielsweise auf ihren eigenen Veranstaltungen unterstützen oder beim lokalen Marketing behilflich sein. Zusammen mit unseren Partner möchte ich coole Anwendungseinsätze unserer Produkte identifizieren und die Community daran teil haben lassen. Ich möchte mehr darüber erfahren, wie Kunden und Partner unsere Produkte nutzen, um ihre alltägliche Arbeit zu erleichtern.

Ich werde darüber bloggen und tweeten, damit die deutsche und die gesamte Atlassian Community erfährt, welche unglaublichen Lösungen mit unseren Tools erreicht werden.

Zusammengefasst ist es meine Mission, dass alle deutschen Softwareentwickler zu Happy Nerds (wie ich einer bin) werden.

Hört sich cool an? Finde ich auch!

Wie mein Botschaftskollege in Großbritannien, John, schon in seinem Blog Post gesagt hat: Es ist großartig, für Dinge, die man sowieso schon in seiner Freizeit tut, bezahlt zu werden. Ich finde es toll mit der Community über “Clean Code”, Scrum oder die neue gehypte Programmiersprache zu diskutieren. Das Team arbeitet zusammen mit einem dem Atlassian Urgestein Ben Naftzger, der von der Europa Zentrale in Amsterdam aus arbeitetBevor ich bei Atlassian angefangen bin, habe ich als Java Entwickler in Dänemark und Deutschland gearbeitet. Die letzten 5 Jahre war ich als Teamleiter eines kleinen agilen Entwicklungsteams tätig. Dort haben wir fast alle Atlassian Produkte eingesetzt.

Möchtest du ein Teil der deutschen Atlassian Community werden? Folge dem deutschen Atlassian Twitter Account und komm zur nächsten Atlassian User Group in deiner Nähe, oder starte eine neue Gruppe und profitiere von den Vergünstigungen. Kontaktier mich, wenn du eine interessante Geschichte zu erzählen hast oder einfach nur “Hallo” sagen möchtest. Schreib mir einfach eine Email an speters (at) atlassian (dot) com.  Ich möchte deine Meinung über unsere Tools oder deine neue verrückte PlugIn Idee hören. Ich freu mich darauf dich auf der nächsten Jax, lokalen JUG, AUG, auf einem Partner Event oder auf einem Kaffe zu treffen.

I escaped the browser – Hier ist der deutsche Botschafter.

Java 7 ist da! Die JDK hinkt (noch) hinterher

20 Jul

Mark Reinhold teilte auf seinem Blog mit, dass alle JSRs für Java 7 angenommen wurden. Lediglich Goolge hatte sich beim Abstimmungsprozess mit einem Nein gegen die JSR 336 entschieden. Somit wurden folgende JSRs angenommen:

  • 203-> Noch mehr New IO APIs
  • 292 -> Invoke dynamic
  • 334 -> small Enhancements for the Java Programming Language (mein Favorit eher bekannt unter dem Namen Project Coin)
  • 336 Java SE 7 Release Content

Damit ist der Abstimmungsprozess fertig… fehlt also nur noch die Implementierung, also die JDK. Laut Marc Reinhold benötigt diese aber noch ein wenig Zeit. Bei Oracle laufen dagegen die Tests der JDK 7 auf hochtouren. Der aktuelle Releasekandidat  (Build 147) sieht sehr gut aus. Wenn die Oraclianer keine Fehler mehr feststellen, steht scheinbar dem geplanten Release am 28. Juli nichts mehr im Wege.

Die Releaseparties der hiesigen JUG Communities sind auch schon geplant… Falls das also nix mit dem Release wird, können wir auch gerne die Parties in Hackathons und Testsessions umwandelt, um Oracle ein wenig unter die Arme zu greifen!

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